Deutscher Gewerkschaftsbund

06.07.2021

Willi-Bleicher-Haus Stuttgart

Foyer im Willi-Bleicher-Haus

Foyer im Willi-Bleicher-Haus Jörg Munder

Das Stuttgarter Gewerkschaftshaus wurde erbaut nach Plänen des Architekten Karl Beer. Die starken Anleihen an modernes Bauen sind unübersehbar.

Beer war SPD-Gemeinderat in Obertürkheim und wurde im März 1931 Opfer einer Verleumdungs­kampagne des NS-Kuriers. Am 20. März 1933 erhielt er durch den Staatskommissar Karl Strölin Hausverbot für das Rathaus, das seine Arbeit als Gemeinderat unterband. Zwischen Mai und August 1933 war er in der „Büchsenschmiere“ inhaftiert, dem städtischen Gefängnis in der Büchsenstraße – unweit des Gewerkschaftshauses.
Die Nazis beschimpften modernes Bauen als ‚undeutsch‘. Es hielt sie jedoch nicht davon ab, sich das Eigentum der Gewerkschaftsmitglieder unter den Nagel zu reißen. Auch das Stuttgarter Gewerkschaftshaus wurde am 2. Mai 1933 kurz nach seiner Fertigstellung besetzt. Nach einer grundlegenden Renovierung 2014 wurde das Haus nach Willi Bleicher benannt.

Willi-Bleicher-Haus

Willi-Bleicher-Str. 20, 70174 Stuttgart
Öffnungszeiten: montags - freitags 7:00 - 20:00 Uhr

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